Rückblick eines unerwarteten Jahres

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Letztes Jahr war für meine persönliche Entwicklung ein sehr wertvolles Jahr. Ich bin als Mensch, Vater, Partner und Berufstätiger gewachsen und habe mich dabei neu entdeckt. Hinzu kam die Entscheidung, mehr und mehr aus meiner Komfortzone zu gehen, neue Wege auszuprobieren und auch meine Erfahrungen mehr in der Öffentlichkeit mit anderen zu teilen. 

Nun, etwas verspätet aber lieber spät als nie: mein Jahresrückblick 

Januar 

Das Jahr fing sehr gut an. Ich kombinierte eine berufliche Reise nach Francisco mit einem Blitzbesuch von 12 Stunden in Los Angeles bei meinem Bruder. 11 Jahre nach unserer letzten Begegnung konnten wir zuerst bei Regen und dann bei schönem, kalifornischem Sonnenschein endlich face to face reden, flanieren und auch peruanisch essen. 

Februar 

In Februar entschied ich mich in einen Startup von Jürgen Appelo zu investieren: „Mind Settlers“. Ich nutzte, verfolgte und nahm Teil in der app „Agility Scales“ und entschied mich den nächsten logischen Schritt zu machen. Ich wollte Teil der Vision sein: “organizational change through gamification supported by technology.” 

Währenddessen wurde ich daheim mit Fragen konfrontiert, die für Kinder sehr wichtig sind. Wir Erwachsene tun uns manchmal bei einfachen Dingen schwer.

März 

An einem März-Sonntag hatte ich mit Freunden einen wunderschönen Brunch, in dem ich mal wieder richtig gelacht habe. Echte Freunde sind ein wahrer Schatz. 

April 

Nun kam der entscheidende Monat April und ich verlor unerwartet mein Job und musste mich auf die vermutlich kommende Arbeitslosigkeit vorbereiten. Mein Plan: Mir die Zeit nehmen und das, was ich wirklich, wirklich machen will, auch tun. (mehr in meinem Artikel „19 Jahre lückenlose Arbeitswelt und plötzlich arbeitslos“) 

Die erste Entscheidung nach der Bekanntgabe meiner Kündigung: Urlaub mit der Familie machen und das Leben genießen. 

Mai 

Latinka e.V., Karlsruher Kulturverein für Sozialprojekte in Lateinamerika, von dem ich zurzeit der Vorstandsvorsitzende bin, bekam nach vielen Monaten harter Arbeit die Zusage und den Zuschuss-Vertrag für ein Projekt in Peru mit einer Investitionssumme von ca. 45.000€. Lange Abende und Wochenenden mit intensivem Austausch mit Deutschland und Peru hatten endlich ihre Belohnung bekommen. 

Juni 

Eine richtig gute neue Erfahrung war das Segeln an einem Juni-Wochenende. Ein Männertrip am Bodensee zeigte mir unglaublich viel über die Natur, ihre Stärke und über die Bedeutung von Zielen und deren Verfolgung. 

Juli 

Was tun nach 10 Jahren Ehe? Klar! Richtig feiern! Unter dem Motto „10 years later“ feierten meine Frau und ich unsere Liebe mit all den Menschen, die vor 10 Jahren bei unserer Hochzeit dabei waren und auch mit all denen, die in den letzten Jahren dazu kamen. Einen besonderen Raum bekamen diejenigen, die aus dem Himmel mitfeierten. 

August 

Im August begannen die Schulferien und damit die schönsten 6 Wochen mit meiner Familie seit langem. 6 Wochen am Stück mit der Familie, alle hatten frei, einfach unbezahlbar. 

Dazu unterstütze mich mein neues Motto „A good combination: #nonotifications & #undividedattention” 

September 

Was kann man sonst noch machen, wenn man arbeitslos ist?

Ich machte mit bei #fridaysforfuture, ich feierte, dass ich seit 19 Jahren in Deutschland lebe und feierte mit meinen Schulfreunden aus Lima unser „20-Jähriges Abi-Treffen“ in Frankfurt.

Einen weiteren wichtigen familiären Schritt war der Beginn der weiterführenden Schule für meine älteste Tochter.

Oktober 

Der Oktober brachte einen Highlight nach dem anderen. 

Ich besuchte die „New Work Evolution“ in Karlsruhe, die mir inspirierte. Ich entschied

1) über mich und meine Erfahrungen öffentlich zu schreiben und

2) einen Podcast über Migrantenorganisationen ins Leben zu rufen. 

Ende Oktober traf ich mich mit anderen Migranten und wir tauschten uns aus zum Thema „Nachhaltige Entwicklung durch effektiven Wissensaustausch“. Ich konnte auch meine Erfahrungen aus der praktischen Sozialprojektarbeit mit neuen Gesichtern teilen. 

November 

Meine Auseinandersetzung der letzten Jahre mit dem Thema „Innovation im Ehrenamt und Digitale Tools“ hatte als Highlight meine Keynote im CIM Forum. Selten war ich so nervös und fokussiert zugleich, um inspirierende Worte zu finden. Der Selfie-Augenblick ist definitiv eine der schönsten Momente in meiner bisherigen Ehrenamtlichen Tätigkeit gewesen. 

Dezember 

Und das Jahr endete mit dem Neuanfang in das Berufsleben und mit dem Beginn bei der EnBW als Arbeitgeber. 

Ich freue mich auf 2020 und auf die Abenteuer und die Signale, die das Leben mir geben wird! 

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